Das beste Öl für den Holzspalter: Tipps zum Kauf von Hydrauliköl für Holzspalter
In diesem Artikel helfen wir dir bei der Suche nach dem richtigen Öl für deinen Holzspalter. Ob stehend oder liegend - die meisten Spalter verwenden ein und die selbe Ölsorte. Wichtig ist aber, dass du weißt, welche Menge du brauchst und wie oft du das Öl im Spalter wechseln solltest.
Kurz zusammengefasst:
Verwende nur Öl welches als Hydrauliköl gekennzeichnet ist
für 99% der Spalter reicht ein mineralisches HLP 46 oder HLP 32
achte auf Verschmutzungen im Öl - Wechsel nach 50 Betriebsstunden
Hydrauliköl für Holzspalter – Darauf musst du achten
Hydraulikflüssigkeiten haben die Aufgabe, den Druck in hydraulischen Maschinen aufzubauen. Auch bei der Verwendung eines Holzspalters kommt Hydrauliköl zum Einsatz, um die Kraft des Motors auf den Spaltkeil zu übertragen. Zusätzlich dient das Öl als Schmiermittel für den Hydraulikzylinder und schützt diesen vor Verschleiß. Für eine optimale Funktion des Holzspalters ist es daher wichtig, dass das Öl möglichst sauber ist. Aus diesem Grund solltest du das Öl alle 50 Betriebsstunden überprüfen und gegebenenfalls austauschen. Im Folgenden werden wir dir erklären, welches Öl ideal für den Einsatz in einem Holzspalter ist und wie du es richtig tauschst.
Welches Öl nehme ich für Holzspalter?
Es gibt verschiedene Arten von Hydraulikflüssigkeiten, aber nur bestimmte Typen sind für den Einsatz in Holzspaltern geeignet. In der Regel gibt es vier Arten von Hydraulikölen, aber im Folgenden werden wir uns auf die beiden konzentrieren, die sich für Holzspalter eignen. In 99 % der Fälle benötigst du ein Hydrauliköl auf Mineralölbasis. Es gibt aber auch synthetische Hydrauliköle welche biologisch abbaubar sind und somit die Umwelt schonen.
Achtung!
Verwende unter keinen Umständen Motoröl. Motorenöle enthalten chemische Zusätze, die Teile deines Holzspalters beschädigen können. Vor allem Dichtungen und Schläuche können davon betroffen sein.
Mineralische Hydrauliköle
Wenn man in Deutschland von von Hydraulikölen spricht, sind dies in der Regel Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis. In Deutschland sind die Anforderungen an Hydrauliköle durch die DIN 51524 geregelt. Die entsprechenden Öle werden mit den Bezeichnungen H, HL, HLP und HVLP gekennzeichnet. Auf internationaler Ebene wird der ISO-Standard 6743/4 verwendet, der die Bezeichnungen HM, HL und HV umfasst.
Hydrauliköl / Hydraulikflüssigkeit als Grundbezeichnung.
Zusätze für verbesserten Korrosions- und Alterungsschutz.
Zusätzlicher Verschleißschutz für stärker belastete Hydrauliksysteme.
Vereinfacht gelesen bedeutet HLP also: Hydrauliköl mit Alterungs-/Korrosionsschutz und zusätzlichem Verschleißschutz. HVLP bietet darüber hinaus ein verbessertes Viskositäts-Temperatur-Verhalten.
Für den Einsatz in Holzspaltern sind in der Regel die Öle HLP 22, 32 und 46 geeignet. Die meisten Holzspalter werden mit einem Hydrauliköl HLP 46 oder HLP 32 betrieben. Es empfiehlt sich aber vorher in der Betriebsanleitung des Spalters nachzulesen.
Unsere Empfehlung: Hydrauliköl für Holzspalter | HLP 32
HLP 32 in der 1 Liter Flasche oder 5 Liter Kanister.
- ✓hohe Verträglichkeit mit Dichtungen
- ✓sehr lange haltbar - hohe Alterungsbeständigkeit
- ✓Korrosionsschutz
Weitere Viskositäten:
Biologisch abbaubare Hydraulikflüssigkeiten
Für umweltsensible Einsatzbereiche gibt es biologisch abbaubare beziehungsweise umweltverträglichere Hydraulikflüssigkeiten. Die HE-Systematik nach ISO 15380 unterscheidet vier Gruppen: HETG, HEES, HEPG und HEPR. Sie basieren auf unterschiedlichen Grundflüssigkeiten und dürfen nicht ohne Prüfung der Herstellerfreigabe oder Verträglichkeit untereinander gemischt werden.
HETG – Triglyceride
Hydraulikflüssigkeiten auf Basis natürlicher Triglyceride, typischerweise pflanzlicher Öle.
HEES – Synthetische Ester
Synthetische Ester mit guter biologischer Abbaubarkeit und breitem Einsatzspektrum.
HEPG – Polyglykole
Synthetische Polyglykol-Flüssigkeiten. Sie sind keine Mineralöle und besitzen besondere Mischbarkeits- und Verträglichkeitseigenschaften.
HEPR – Poly-Alpha-Olefine
Synthetische Kohlenwasserstoffe wie Poly-Alpha-Olefine und verwandte Grundflüssigkeiten.
Für den Einsatz im Holzspalter gilt: Verwende nur eine Hydraulikflüssigkeit, die vom Gerätehersteller freigegeben ist. Beim Wechsel des Fluidtyps sollte das System nicht einfach mit einer anderen HE-Klasse vermischt werden.
Fazit:
Für einen Holzspalter benötigst du in der Regel nur ein mineralisches Hydrauliköl, das die Norm HLP erfüllt. In den meisten Fällen wird ein Hydrauliköl H-LP 46 oder H-LP 32 vorgeschrieben sein. Es kommen aber auch H-LP 22 oder H-LP 68 zum Einsatz.
Da Hydrauliköle sehr lange haltbar sind, kannst du auch eine größere Menge bestellen. Hier sparst du dir Versandkosten und der Preis pro Liter ist um einiges günstiger.
Bio-Hydrauliköle können in bestimmten Wasserschutzregionen eingesetzt werden, um die Umwelt zu schonen.
Wie wechsle ich das Hydrauliköl beim Holzspalter?
Beim ersten Ölwechsel nennt das Video als groben Richtwert etwa 20 bis 50 Betriebsstunden, damit mögliche Produktions- und Einlaufrückstände aus dem System entfernt werden. Für den regelmäßigen Ölwechsel werden im Video etwa 100 bis 150 Betriebsstunden beziehungsweise einmal pro Jahr genannt. Entscheidend sind aber immer die Vorgaben in der Bedienungsanleitung deines Holzspalters.
Hydrauliköl wechseln – Schritt für Schritt
Die Schritte sind jetzt an den Ablauf des Videos angepasst. Je nach Holzspalter können Ablassschraube, Peilstab, Füllmenge und die vorgeschriebene Arbeitsposition abweichen. Die Bedienungsanleitung deines Geräts hat deshalb immer Vorrang.
- 1Holzspalter warm laufen lassen
Den Holzspalter einschalten und die Spaltsäule einige Male hoch- und runterfahren. Dadurch kommt das Öl in Bewegung, Schwebstoffe werden aufgewirbelt und das erwärmte Öl läuft später leichter ab.
- 2Spaltsäule ganz absenken
Die Säule bis in die untere Endposition fahren. Im Video wird erklärt, dass dadurch möglichst viel Öl aus dem Zylinder zurück in den Tank gelangt. In dieser Position wird später auch der Ölstand kontrolliert.
- 3Ölstand vor dem Wechsel kontrollieren
Vor dem Ablassen den aktuellen Ölstand prüfen. So lässt sich erkennen, ob möglicherweise bereits Öl fehlt oder ein Verlust vorliegt.
- 4Peilstab beziehungsweise Entlüftung öffnen
Den Ölpeilstab beziehungsweise die Einfüllöffnung öffnen, bevor das Öl abgelassen wird. Dadurch kann Luft in den Tank nachströmen und es entsteht beim Ablassen kein Unterdruck.
- 5Holzspalter sicher für den Zugang zur Ablassschraube positionieren
Falls die Ablassschraube schlecht erreichbar ist, den Holzspalter standsicher erhöhen. Im Video wird dafür eine angepasste Palette gezeigt; alternativ können geeignete Auffahrrampen verwendet werden. Der Holzspalter muss sicher gegen Abrutschen gesichert sein.
- 6Auffangwanne unterstellen und Arbeitsschutz beachten
Eine ausreichend große Auffangwanne unter die Ablassstelle stellen. Geeignete Schutzhandschuhe verwenden und sicherstellen, dass kein Öl in Boden oder Erdreich gelangen kann.
- 7Ablassschraube lösen und Öl vollständig ablaufen lassen
Die Ablassschraube lösen und das Öl in Ruhe ablaufen lassen. Im Video wird empfohlen, auch den letzten Rest abtropfen zu lassen, weil dabei noch Schmutzpartikel aus dem Tank mit ausgespült werden können.
- 8Dichtring prüfen und möglichst erneuern
Vor dem Wiedereinbau der Ablassschraube den Dichtring kontrollieren. Das Video empfiehlt, den Dichtring zu erneuern, damit die schwer einsehbare Ablassstelle später dicht bleibt.
- 9Ablassschraube wieder einsetzen
Die Ablassschraube wieder einsetzen und nach Herstellervorgabe festziehen. Falls ein Drehmoment angegeben ist, sollte dieses verwendet werden.
- 10Einfüllbereich gründlich reinigen
Vor dem Nachfüllen Staub, Holzreste und Schmutz rund um die Einfüllöffnung entfernen. So wird verhindert, dass Verunreinigungen direkt in das frische Hydrauliköl gelangen.
- 11Vorgeschriebenes Hydrauliköl schrittweise einfüllen
Nur die vom Hersteller freigegebene Hydrauliköl-Sorte und Viskosität verwenden. Wenn die genaue Füllmenge nicht sicher bekannt ist, das Öl portionsweise einfüllen und den Füllstand immer wieder kontrollieren.
- 12Ölstand bei abgesenkter Säule einstellen
Den Ölstand zwischen Minimum- und Maximum-Markierung beziehungsweise nach Herstellerangabe einstellen. Im Video erfolgt die Kontrolle ausdrücklich bei vollständig abgesenkter Spaltsäule.
- 13System durchfahren und entlüften
Den Holzspalter einschalten und die Säule einige Male hoch- und runterfahren. Dadurch füllt sich die Pumpe wieder, das Öl zirkuliert und eingeschlossene Luft kann in den Tank entweichen.
- 14Finalen Ölstand kontrollieren
Die Säule wieder vollständig absenken, den Holzspalter ausschalten und den Ölstand erneut kontrollieren. Falls nötig, vorsichtig nachfüllen und abschließend auf Dichtheit prüfen.
Im Video verwendet
Auffangwanne, Ratsche mit passender Nuss (im gezeigten Holzspalter 19 mm), Trichter, neuer Dichtring für die Ablassschraube sowie eine standsichere Möglichkeit, den Holzspalter für den Zugang zur Ablassschraube anzuheben.
Fakten, Tipps und Tricks rund um das Thema Öl für Holzspalter:
Das Hydrauliköl richtig entsorgen.
Es ist wichtig, dass du das alte Hydrauliköl umweltgerecht entsorgst. Verwende dazu am besten eine Ölwanne, um das alte Öl aufzufangen und anschließend in ein geeignetes Behältnis abzufüllen. Lege vorher eine Folie oder Plane aus, um den Boden zu schützen. Das Hydrauliköl sollte bei einer geeigneten Entsorgungsstelle in deiner Nähe abgegeben werden. Beachte, dass das Öl nicht verunreinigt sein darf und nicht mit anderen Flüssigkeiten gemischt werden darf, um Umweltschäden zu vermeiden. Informationen zur richtigen Entsorgung findest du in der Bedienungsanleitung deines Holzspalters oder bei den örtlichen Entsorgungsstellen.
Wie viel Öl braucht mein Holzspalter?
Die benötigte Menge an Hydrauliköl hängt vom Modell des Holzspalters ab. Liegende Holzspalter benötigen in der Regel weniger Öl als stehende Holzspalter, bei denen ein Ölwechsel etwa fünf Liter Hydrauliköl erfordert. Es ist jedoch möglich, dass diese Menge je nach Modell abweicht. In vielen Handbüchern findet man eine Angabe zur idealen Höhe des Ölstandes, die man mit einem Zollstock messen kann. Waagerechtspalter haben oft ein Ölschauglas, das den Füllstand anzeigt. Bei Senkrechtspaltern gibt es in der Regel einen Ölkontrollstab, ähnlich wie bei einem Auto. Achte darauf, dass du immer die richtige Menge an Öl verwendest, um eine optimale Leistung des Holzspalters sicherzustellen.





