Motorsaege_1920x460

Alles zum Thema: Kettensägenöl

Willkommen bei unserem Infoartikel zum Thema Sägekettenöl. Um dir zu helfen das richtige Kettenöl zu finden, haben wir dir die nützlichsten Informationen zusammengestellt.

Kurz zusammen gefasst:

  • Um Schäden durch Überhitzung oder sonstige Defekte zu verhindern, solltest du deine Säge immer gut mit einem Sägekettenöl schmieren.

  • Am häufigsten wird mineralisches Sägekettenöl oder Biokettenöl verwendet.

  • Es gibt deutliche Unterschiede beim verwendeten Grundöl. Günstige Produkte werden teilweise aus gesundheitschädlichem Altöl hergestellt.

Welches Kettenöl nehme ich für welche Kettensäge? Was sind die Vor- und Nachteile?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Kettenölen:

Mineralisches Sägekettenhaftöl

Grundbaustein für diese Öle ist Mineralöl, dies mach es auch besonders lange haltbar. Es kann dadurch besonders lange gelagert werden und bildet keine Verharzungen an deiner Säge. Bedenke jedoch, dass Öle auf Mineralölbasis höchst schädlich für die Umwelt sind. Der Abbau in der Natur dauert sehr lange. Du solltest also vorsichtig damit umgehen. Benutze am besten einen Trichter oder einen Auslaufrohr damit nichts daneben geht. Manche Kanister haben eine Einfüllhilfe integriert. 

Das Öl von Oest ist ein Kettenöl auf Mineralölbasis und ist in verschiedenen Abpackungen verfügbar. Am häufigsten wird aber der 5 Liter Kanister eingesetzt, da dieser am handlichsten ist. Da dieses Öl mit speziellen Haftzusätzen versehen ist, bleibt es besonders lange an der Kette haften. Das Preis-Leistungs-Verhältnis macht es zu einer guten Wahl für deine Kettensäge. Das Öl wird in Deutschland hergestellt und verspicht somit ein hochwertiges Grundöl.

Was versteht man unter Haftzusatz?

Haftzusatz ist eine Substanz, welche die Hafteigenschaften einer Flüssigkeit an Oberflächen verbessert. Chemisch kommen hier meist Kohlenwasserstoffe mit einem hohen Molekulargewicht zum Einsatz. Ein Beispiel wäre Polyisobutylen.

Biokettenöl

Bio Sägekettenöl besteht auf pfanzlicher Basis. Es besteht wie der Name bereits sagt aus rein pflanzlichen Ölen, wie zum Beispel Rapsöl. Als biologischer Haftzusatz wird hier Naturkautschuk verwendet. Ein gutes Biokettenöl wird aus 100 % nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Seit neustem muss auch der Kanister aus recyceltem Material hergestellt sein. Sind all diese Kriterien erfüllt, erhält das Produkt den Blauen Engel. Ein Siegel mit hohen Anforderungen, welches die hohe Nachhaltigkeit des Produktes zeigt. Produkte mit diesem hohen Standart können in der EU das EU Ecolabel beantragen. 

Ob ein Produkt hochwertig ist wird von einer speziellen Prüfanstalt getestet. Dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF e.V). Nach bestehen harter Tests enhält das Produkt ein spezielles Siegel. Ähnlich dem Siegel von TÜV oder Stiftung Warentest. Achte beim Kauf als auf dieses Siegel. Es garantiert dir eine hohe Qualiät.

Thema Verharzung: Durch den Einsatz von pflanzlicher Öle besteht auch immer die Gefahr, dass das Öl Verharzungen an der Kettensäge verursacht. Die kann aber durch den Einsatz von hochwertigen pflanzlichen Öl stark minimiert werden.

Achte auf diese Siegel:

KWF_Test
Blauer-Engel-Logo
eu-ecolabel-logo

Wo ist der Einsatz von Bio Sägekettenöl Pflicht?

In allen öffentlichen Wäldern in Deutschland ist die Verwendung von Biokettenöl zwingend vorgeschrieben. Bensonders zu erwähnen sind hier die Natur- und Wasserschutzgebiete.  Im privaten Wald darfst du jedoch auch mineralisches Kettenöl einsetzen.

Pflanzenöl

Pflanzenöle wie Salatöl aus dem Supermarkt erscheinen erstmal als günstige Alternative. Sie sind biologisch abbaubar, ölig und kosten deutlich weniger als die anderen beiden Varianten. Sie besitzen aber keinen Haftzusatz und werden durch die schnell drehende Kette sofort vom Schwert geschleudert. Bereits nach kurzer Zeit gibt es kaum noch Schmierung. Dein Kettenschwert leidet. Ein weiteres Problem ist die schnelle Alterung und das damit verbundene verharzen. Dir steht eine aufwendige Reinigung deiner Säge bevor.

Realistisch gesagt: Würde die Schmierung mit Speiseöl funktionieren, würde es die anderen beiden Alternativen nicht mehr geben.

Schon gewusst?

Der Verbrauch an Kettenöl beträgt in der Regel rund 0,3 – 0,4 Liter je Betriebsstunde. Kettenöl muss also regelmäßig nachgefüllt werden.

Fakten, Tipps und Tricks rund um das Thema Kettensägenöl

Wie kann Kettenöl aus Kleidung entfernen?

Es gibt eine ganze Reihe von Methoden und Mitteln um diese Art von Flecken aus deiner Kleidung zu entfernen. Wichtig ist hierbei der Stoff der Kleidung.

Im Normalfall sollte es die Waschmaschine problemlos schaffen die Flecken zu entfernen. Wichtig ist allerdings die Vorbehandlung. Du kannst den Fleck dafür mit Spülmittel oder Backpulver vorbehandeln. Dies bewirkt eine Aufspaltung der Fette und erleichtert somit deiner Waschmaschine die Reinigung.

Essig, Buttermilch oder Zitronensäure sind ebenfalls sehr wirkungsvoll aufgrund des hohen Säuregehalts. Dies funktioniert aber nur für weiße Kleidung, da die Farbe aus der Buntwäsche gelöst werden kann.

Wichtig ist, das du den Fleck nicht reibst, da dies nur zur Verteilung des Öls. Tupfe stattdessen bei der Vorbehandlung.  Nach der Reinigung solltest du das Kleidungsstück nicht in den Trockner legen, durch die Hitze würde sich der Fleck nur noch mehr festsetzen.

Wieviel Kettenöl sollte ich nehmen und wie oft muss ich die Kette meiner Säge ölen?

Vor jeder Inbetriebnahme der Kettensäge solltest du den Füllstand des Öltanks an der Säge überprüfen. Fülle bei Bedarf nach. Vermeide, dass das Öl während des Sägens leerläuft.

Zu viel Öl im Tank kann bei Stillstand und auch bei laufendem Motor austreten und gerade bei Mineralöl zu Flecken auf der Kleidung und zur Umweltverschmutzung führen.

Kann man ohne Kettenöl sägen?

Du solltest deine Säge niemals ohne Schmierung der Kette benutzen. Die Reibung würde die Kette und das Schwert unverzüglich schwer beschädigen. In manchen Fällen könnte die Kette sogar zerbersten. Wenn du also immer auf die korrekte Ölung mit einem guten Öl achtest, kannst du dir viel Geld und Ärger sparen.